Gemeinwesenarbeit (GWA) richtet sich auf die Lebenszusammenhänge von Menschen und strebt die Verbesserung von materiellen (z.B. Wohnraum), infrastrukturellen (z.B. Mobilität, Bildung) und immateriellen (z.B. soziale Beziehungen, Teilhabe, Kultur) Bedingungen an. Die Herausforderungen in diesen Bereichen werden für die Menschen an ganz konkreten Orten- in ihren Kommunen oder Stadtteilen- erlebbar und müssen auch vor Ort bearbeitet werden. Dazu bedarf es niedrigschwelliger Anlaufstellen, die mit bedarfsorientierten Maßnahmen die gesellschaftliche Teilhabe stärken, niedrigschwellige Beratung bieten, bürgerschaftliches Engagement, Selbsthilfe und Vernetzung fördern.

Dank des Förderprogrammes „Gemeinwesenarbeit“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration kann am Standtort Hünfeld die in 2016 in Kooperation mit dem Verein PRO INTEGRATION Netzwerk Bürgerhilfe Hünfeld e.V. begonnene sozialraumorientierte Gemeinwesenarbeit fortgesetzt und weiterentwickelt werden.

Mit folgenden Maßnahmen fördern wir die Koordinierung, Stärkung und Unterstützung der ehrenamtlichen Strukturen und Aktivitäten:  

Aktivierung, Unterstützung und Verbesserung der Selbstorganisation der Bewohner*innen und Stärkung der Handlungskompetenz

  • Aktivierende Maßnahmen (Beratung, Bedarfsermittlung, Worldcafé, etc.)
  • Selbstorganisierte Veranstaltungen (z.B. Kreativangebote, Ausflüge)
  • Niedrigschwellige Bildungsangebote (Sprachcafé, Leseclub, etc.)

Auf- und Ausbau von handlungsfähigen Netzwerk- und Kooperationsstrukturen, aus denen sich Synergien für die Verbesserung der Lebenslagen im Quartier ergeben

  • lokale Vernetzung (Runde Tische, Arbeitsgruppen, Gremien)
  • übergreifende Vernetzung (fachlicher Austausch, Wissenstransfer, best practise)
  • Kooperationen (gemeinsame Projekte wie Kulturveranstaltungen))

Gutes Nachbarschaftliches Zusammenleben aller Bürger*innen der Stadt Hünfeld

  • Begegnung und Austausch (z.B. Frauentreff mit wechselndem Angebot)
  • Kulturelle Vielfalt (geselliger und informativer Austausch über verschiedene Kulturen)
  • Nachbarschaftliches Miteinander (Begegnungscafés, Teilnahme an Stadtfesten)

Ehrenamtliches Engagement wird stabilisiert, aktiviert und koordiniert (in enger Kooperation mit den Treffpunkt Aktiv)

  • Austausch und Koordination (regelmäßige Treffen mit Ehrenamtlichen)
  • Gewinnung und Qualifizierung (Beratungen und Veranstaltungen für freiwillig Engagierte)
  • Ehrenamt Migrant*innen (Vermittlung in Vereine/Organisationen, Engagement von Migrant*innen fördern)

Es gibt eine lokale Anlaufstalle, an die sich die Bewohn*innen zur Verbesserung ihrer Lebenslagen wenden können.

  • Lokale Anlaufstelle (niedrigschwellige Beratung)
  • Verweisung an Fach- und Beratungsstellen (z.B. an Sozial- oder Migrationsberatung)
  • Fachvorträge (zu Themen wie Verbraucherschutz, Vorsorgevollmacht etc.)