Jana Hensel kommt nach Fulda: „Es war einmal ein Land“ – Warum sich Menschen von der Demokratie abwenden

Lesung und Gespräch am 12. November 2026 um 19:30 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr) im Kulturkeller Fulda
Fulda. Warum wenden sich immer mehr Menschen von der Demokratie ab? Welche Rolle spielen enttäuschte Hoffnungen, gesellschaftliche Umbrüche und politische Fehlentscheidungen? Und wie kann es gelingen, verloren gegangenes Vertrauen in die Demokratie zurückzugewinnen?
Diesen hochaktuellen Fragen widmet sich die bekannte Autorin und Journalistin Jana Hensel in ihrem neuen Buch „Es war einmal ein Land“. Am Donnerstag, 12. November 2026, um 19:30 Uhr ist sie auf Einladung von Fulda stellt sich quer im Kulturkeller Fulda zu Gast.
Über enttäuschte Hoffnungen und den Rechtsruck in Ostdeutschland
Mehr als 35 Jahre nach der Wiedervereinigung blickt Jana Hensel auf die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Ostdeutschland. Sie beschreibt, wie Deindustrialisierung, Arbeitslosigkeit, Abwanderung und mangelnde Anerkennung das Vertrauen vieler Menschen in Politik und demokratische Institutionen erschüttert haben.
Dabei geht sie der Frage nach, warum rechtspopulistische und rechtsextreme Kräfte gerade in Ostdeutschland so viel Zuspruch erfahren. Hensel macht deutlich: Die Ursachen zu verstehen bedeutet nicht, Rechtsextremismus zu entschuldigen. Vielmehr geht es darum, politische Fehlentwicklungen zu erkennen und Perspektiven für eine demokratische Zukunft aufzuzeigen.
„Demokratie verteidigen heißt auch, ihre Krisen zu verstehen“
„Der Rechtsruck in unserer Gesellschaft fällt nicht vom Himmel. Wer unsere Demokratie stärken und Rechtsextremismus wirksam entgegentreten will, muss sich auch mit gesellschaftlichen Brüchen, enttäuschten Hoffnungen und politischen Versäumnissen beschäftigen. Wegschauen hilft nicht. Wir müssen verstehen, warum Menschen das Vertrauen in demokratische Institutionen verlieren, ohne dabei menschenfeindliche Positionen zu relativieren. Deshalb freuen wir uns sehr auf Jana Hensel und eine spannende Diskussion in Fulda“, erklärt Andreas Goerke, Vorsitzender von Fulda stellt sich quer.
Eine der wichtigsten Stimmen der ostdeutschen Debatte
Jana Hensel wurde 1976 in Borna geboren und wuchs in Leipzig auf. Bereits als Jugendliche nahm sie an den Montagsdemonstrationen 1989 teil. Bundesweit bekannt wurde sie 2002 mit ihrem Bestseller „Zonenkinder“, in dem sie die Erfahrungen der ostdeutschen Nachwende-Generation beschrieb.
Heute gehört sie zu den profilierten journalistischen Stimmen in der Debatte über Ostdeutschland, gesellschaftliche Spaltung und Demokratie. Sie schreibt unter anderem für ZEIT ONLINE und wurde für ihre journalistische Arbeit mehrfach ausgezeichnet.
Fulda stellt sich quer lädt alle Interessierten herzlich zur Lesung und anschließenden Diskussion ein.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Buchhandlung Ulenspiegel und dem Kulturzentrum Kreuz statt und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.
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