Erkennen Sie ein KI-Video, wenn Sie es sehen? Sind Sie in der Lage Fake-News von echten Nachrichten zu unterscheiden? Um Fragen wie diese mit „Ja“ beantworten zu können, braucht es digitale Kompetenzen. Die AWO in Fulda begleitet Migrantinnen auf diesem Lernweg, die nun ihren ersten Erfolg feierten.
Eine E-Mail zu schreiben und mit Anhang zu versenden, mag für einige Menschen banal klingen. Die Formatierung eines Word-Dokuments hingegen stellt nicht wenige vor schier unüberwindbare Herausforderungen. Beides lernten Frauen mit Migrationsgeschichte als Teilnehmerinnen des Projekts „Digitale Basiskompetenzen für Frauen“ während der letzten Monate beim AWO Kreisverband Fulda e.V. In der AWO-Geschäftsstelle erhielten sie am Freitag ihre Zeugnisse.
„Viele der Teilnehmenden waren in der Vergangenheit bei der Bedienung des Smartphones oder dem Surfen im Internet auf Unterstützung anderer angewiesen“, erklärt Diana Helfrich, zuständig für das Chancenpatenschaftenprojekt der AWO, die das Digitalangebot für Frauen gemeinsam mit Lorena Schäfer, Leiterin des AWO-Stadtteiltreffs Südend, verantwortet. Schließlich seien Migrantinnen in ihren Herkunftsländern häufig von Bildung ausgeschlossen. Entsprechend „hatten viele gar keine Erfahrungen mit Computern. Umso beeindruckender ist es, dass die Frauen ihr erworbenes Wissen jetzt an Kinder, Familienmitglieder und Freundinnen weitergeben“, würdigt Helfrich die Lernerfolge der Kursteilnehmerinnen während der Zeugnisübergabe.
Der Umgang mit Social-Media steht im Fokus
Neben dem Erwerb digitaler Basiskompetenzen, wie der Nutzung von Suchmaschinen und der Texterstellung, stand der sichere Umgang mit Social Media im Fokus des Projekts. „Die Teilnehmerinnen wurden für die Gefahren in den sozialen Netzwerken und die Notwendigkeit, achtsam mit ihren Daten umzugehen, sensibilisiert.“ Es wurde geübt, Inhalte einzuordnen und zu reflektieren. „Dabei war es wichtig, einen angstfreien und niedrigschwelligen Zugang zur digitalen Welt zu schaffen. Das ist uns gelungen“, sagt Helfrich. Es sei ein offener und wertschätzender Lernraum entstanden. „Wo die Frauen früher Hilfe brauchten, nutzen sie digitale Medien und Endgeräte heute selbstbewusst und sicher.“
Initiiert wurde das Projekt auf Wunsch einer der späteren Teilnehmenden. Sie entdeckte den Computerraum im AWO-Stadtteiltreff Südend und brachte den Vorschlag ein. Finanziert wurde der Basiskurs von der Fachstelle für Vielfalt und Teilhabe der Stadt Fulda.
Künftig wollen die Frauen ihre digitalen Kenntnisse weiter vertiefen, weshalb die AWO aktiv nach Ehrenamtlichen sucht, die das nötige Know-How mitbringen, um einen Aufbaukurs anbieten zu können.
So klappt’s mit dem Ehrenamt bei der AWO
Wollen auch Sie sich gesellschaftlich engagieren und Menschen in verschiedenen Lebenslagen unterstützen? Dann melden Sie sich gern bei Diana Helfrich. Gemeinsam mit Ihnen plant sie Ihren Start ins Ehrenamt beim AWO Kreisverband Fulda e. V. Sie erreichen Diana entweder telefonisch (0661 480045-10) oder per Mail ().
75 лет AWO Fulda









