{"id":115395,"date":"2022-09-29T15:04:41","date_gmt":"2022-09-29T13:04:41","guid":{"rendered":"https:\/\/awo-fulda.de\/?p=115395"},"modified":"2022-09-29T15:05:36","modified_gmt":"2022-09-29T13:05:36","slug":"collette-doeppner-kam-von-nairobi-nach-fulda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/awo-fulda.de\/fr\/2022\/09\/29\/collette-doeppner-kam-von-nairobi-nach-fulda\/","title":{"rendered":"Collette D\u00f6ppner kam von Nairobi nach Fulda"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Collet_Header-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-115784\" srcset=\"https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Collet_Header-scaled.jpg 2560w, https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Collet_Header-480x270.jpg 480w, https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Collet_Header-640x360.jpg 640w, https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Collet_Header-768x432.jpg 768w, https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Collet_Header-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Collet_Header-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eIch habe ein halbes Jahr lang nur Deutsch gelernt\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Im Januar 2002 formulierte Collette Wanjugu D\u00f6ppner ein ehrgeiziges Ziel: In nur einem halben Jahr wollte sie die deutsche Sprache so gut beherrschen, dass sie ein Masterstudium beginnen konnte. Das gelang ihr. Heute ist die geb\u00fcrtige Kenianerin stellvertretende Vorsitzende des AWO-Kreisverbands Fulda und lehrt als Dozentin an der Hochschule Fulda. Im Interview berichtet sie \u00fcber die Unterschiede zwischen ihrer Heimat und Deutschland und ihren Erfahrungen mit Rassismus.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:15px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Du bist stellvertretende Vorsitzende der AWO. Was motiviert dich zu diesem Ehrenamt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Meine Motivation hat mit meinem Hintergrund zu tun. Ich komme urspr\u00fcnglich aus Kenia, bin dort geboren und kam als Erwachsene nach Deutschland. In Kenia ist es so, dass durch die \u00f6konomische Lage viele Menschen aufeinander angewiesen sind. Man nennt es eine Art Kollektivismus, dass die Leute unbedingt einander helfen m\u00fcssen, um durchzukommen. So etwas wie den Kollektivismus in Kenia habe ich in Deutschland zun\u00e4chst nicht wahrgenommen. Meine Schwiegermutter schlug mir dann vor, mich bei der AWO zu engagieren. Die Parallelen, das Helfen und F\u00fcreinandereinstehen waren da. Bei der AWO zu sein, gibt mir daher ein St\u00fcck Heimatgef\u00fchl. Es geht um ein Miteinander, gemeinsam Dinge zu tun, die anderen helfen. Daher kommt meine Motivation.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche Aufgaben \u00fcbernimmst du als stellvertretende Vorsitzende?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir sprechen im Vorstand \u00fcber die Projekte und die Finanzierung. Als Stellvertreterin arbeite ich eng mit unserem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Bernhard Lindner zusammen, um zu schauen, dass die AWO nach au\u00dfen gut repr\u00e4sentiert ist. Wenn es Veranstaltungen gibt, kl\u00e4ren wir, wer vor Ort sein wird. Die Idee ist es, die AWO nicht nur von innen zu unterst\u00fctzen, sondern auch nach au\u00dfen zu vertreten. Von daher bin ich quasi wie ein Aush\u00e4ngeschild.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Seit wann bist du stellvertretende Vorsitzende?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit etwas mehr als sechs Jahren. Davor war ich Beisitzerin, und davor habe ich ehrenamtlich Kindern Nachhilfe in Englisch gegeben. So kam ich mit der AWO in Kontakt. Dann lernte ich andere Bereiche kennen, wurde als Beisitzerin vorgeschlagen. Und vier Jahre sp\u00e4ter wurde ich stellvertretende Vorsitzende.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ist es dir schwergefallen, dich f\u00fcr den stellvertretenden Vorsitz und damit eine gr\u00f6\u00dfere Verantwortung zu entscheiden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja tats\u00e4chlich. Ich hatte anfangs gro\u00dfen Respekt vor dieser Verantwortung. Ich musste viel dar\u00fcber wissen, wie die AWO funktioniert. Ich musste mich vor wichtigen Entscheidungen im Vorstand sehr gut dar\u00fcber informieren, worum es ging. Ich hatte anfangs Zweifel, weil es viel Zeit kostet. Man muss viel lesen, \u00fcber aktuelle Geschehnisse informiert sein. Ich war damals eine junge berufst\u00e4tige Mutter mit zwei Kindern. Ich dachte, das wird sicher schwierig. Aber durch das Team und die gegenseitige Unterst\u00fctzung ging das. Daher fiel es mir nicht schwer, in diese Aufgabe hineinzuwachsen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wieso Collette die AWO zun\u00e4chst fremd war<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Wie hast du deine Anf\u00e4nge bei der AWO empfunden? Sicher war das erstmal etwas Neues und Anderes.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich fand ich die Umgebung sehr fremd. Ich war vorher noch nie in so einer Organisation. In Kenia war ich nie richtig an sowas interessiert. Es war daher sehr befremdlich, sehr neu. Ich brauchte eine Zeit lang, um mich daran zu gew\u00f6hnen. Aber das Team war sehr nett, freundlich, offen f\u00fcr Fragen. Wenn ich etwas nicht verstanden habe, waren sie immer da. Das sch\u00f6ne war, dass das Team sowohl aus Menschen bestand, die schon lange dabei waren als auch aus welchen, die wie ich neu dazukamen. Das war eine gute Mischung. Irgendwann f\u00fchlte ich mich nicht mehr komisch, wenn ich Fragen stellte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wem w\u00fcrdest du heute eine AWO-Mitgliedschaft empfehlen? Welche Menschen passen in die AWO?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am meisten w\u00fcrde ich mich dar\u00fcber freuen, wenn junge Leute beitreten. Denn diese Mischung zwischen \u00e4lteren und j\u00fcngeren ist immer gut. Man kann voneinander lernen. AWO ist ja nicht nur das Altenheim, sondern auch die Jugendhilfe, die Schulbetreuung usw.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wann bist du in die AWO eingetreten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kurz nachdem ich nach Deutschland kam, so gegen 2008, fing ich mit dem Englisch-Unterricht an, den ich eben kurz erw\u00e4hnt habe. Damals war ich auch fertig mit meinem Studium an der Hochschule. Das war am Aschenberg. Ich sollte Kinder spielerisch an die englische Sprache heranf\u00fchren, mit Spielen und Liedern. Dann kamen sie in die Schule und ich unterst\u00fctzte sie bei den Hausaufgaben. Das ging bis sie irgendwann auf der Realschule und zum Teil auf dem Gymnasium waren. Alles war ehrenamtlich. Und zu dieser Zeit bin ich der AWO beigetreten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was machst du hauptberuflich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin Dozentin an der Hochschule. Ich lehre haupts\u00e4chlich im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften. Da unterrichte ich die F\u00e4cher Interkulturelle Kompetenz, Englisch und Suaheli als Fremdsprache. Ich habe nicht gedacht, dass ich einmal unterrichten werde, sondern bin davon ausgegangen, in einer internationalen Organisation zu arbeiten. Das kam dann so nebenbei. Ich habe damals als studentische Hilfskraft f\u00fcr einen Professor gearbeitet. Irgendwann fragte er, ob ich ihm nicht mit ein paar Kursen helfen k\u00f6nnte. Da habe ich ein paar Kurse \u00fcbernommen, es wurden immer mehr und heute bin ich immer noch da.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Siehst du da Parallelen zu deinem Ehrenamt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf jeden Fall. Eine Sache, die mir damals sehr geholfen hat, mich besser zu integrieren, nicht nur bei der AWO, sondern auch in meine Umgebung, war das Master-Studium in Interkultureller Kommunikation. Denn dadurch wurde mir klar, welche kulturellen Unterschiede da sind und was ich br\u00e4uchte, um mich besser anzupassen. Es war wie eine Beschleunigung.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Warum Collette D\u00f6ppner zum Studieren nach Deutschland kam<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Den Bachelor hast du in Kenia absolviert. Aus welchen Gr\u00fcnden hast du dich f\u00fcr den Master in Deutschland entschieden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als ich noch in Kenia an der Uni Nairobi studiert habe, habe ich einen jungen netten Mann, einen Herrn D\u00f6ppner aus Fulda, kennengelernt. Er hat in Gie\u00dfen studiert. Wir waren beide Mitglied der studentischen Organisation AIESEC. Ich kam dann f\u00fcr eine Konferenz mit anderen Kommiliton:innen nach Deutschland. Er hat uns damals betreut und das so gut, dass ich heute noch hier bin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wieso hast du dich dann f\u00fcr Fulda und keine andere Hochschule entschieden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mein Mann, damals mein Freund, hat noch studiert in Gie\u00dfen. Er meinte, ich soll erstmal nach Fulda kommen, die Sprache lernen, w\u00e4hrend er weiter studiert. Danach entscheiden wir, wohin wir gehen. Seine Familie lebte in Fulda. Als arme Studentin ohne Geld war es die beste L\u00f6sung, bei seinen Eltern zu wohnen, bis er fertig war. Dann hatten wir unsere eigene Wohnung, haben geheiratet, die Kinder kamen. Heute, \u00fcber 20 Jahre sp\u00e4ter, bin ich immer noch hier.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie bist du mit der deutschen Sprache umgegangen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich kam Ende 2001 nach Deutschland, habe im folgenden Januar angefangen Deutsch zu lernen und wollte mich im September an der Hochschule immatrikulieren. Aber die Zeit zwischen Januar und September war nicht ausreichend, um das Deutsch-Niveau zu erlangen, das die Hochschule voraussetzte. Ich h\u00e4tte B2 gebraucht. Dann habe ich sechs Monate lang den Anf\u00e4ngerkurs gemacht und mir anschlie\u00dfend die Lehrb\u00fccher f\u00fcr B1 und B2 gekauft und sa\u00df zwei Monate zu Hause und habe nur gelernt. Es hat damals gerade so geklappt, und ich konnte anfangen zu studieren. Den Rest habe ich an der Hochschule gelernt. Denn das Studium war bilingual, englisch und deutsch. Da habe ich meine Deutschkenntnisse weiter verbessert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie hast du das Land und die Leute wahrgenommen, als du nach Deutschland kamst?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da gab es viele Eindr\u00fccke. Der Winter war der Horror. Diese K\u00e4lte kannte ich nicht. Auch heute noch finde ich den Winter hart. Ich empfand die Menschen als zur\u00fcckhaltender. Sie haben eine andere Art, auf Leute zuzugehen. Die Kenianer lachen zum Beispiel sehr viel. Das vermisse ich in Deutschland. Ich hatte damals auch meine Masterarbeit \u00fcber Humor geschrieben, weil ich das verarbeiten musste. In Kenia lacht man nicht nur, wenn etwas lustig ist, sondern auch wenn man sich tr\u00f6sten will. Das ist eine Art Bew\u00e4ltigungsmechanismus. Hier lachte ich meist alleine, wenn ich mal einen Witz gemacht habe. Anders als in Kenia kann man auch hier nicht einfach beim Nachbarn klopfen, um gemeinsam eine Tasse Tee zu trinken. Vorher anzurufen, ist da besser. Solche Kleinigkeiten machten mir bewusst, in einer anderen kulturellen Umgebung zu sein. Aber daf\u00fcr habe ich auch tolle Dinge gelernt, wie die P\u00fcnktlichkeit. Wir Kenianer haben es nicht so mit der Zeit. Es gibt andere Dinge, die wichtiger sind. Und hier z\u00e4hlt eben P\u00fcnktlichkeit zu einem der wichtigeren Dinge. Das musste ich erst lernen, und heute bin ich dankbar daf\u00fcr. Denn ich brauche es f\u00fcr meinen Beruf und meine Beziehungen. Unterschiede gibt es aber auch im Bereich der Kirche.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inwiefern?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich komme aus Nairobi, einer sehr offenen Gro\u00dfstadt. Ich bin als Katholikin gro\u00df geworden. Doch das Katholischsein ist in Kenia ganz anders als hier in Deutschland. Es ist offener, es wird in der Kirche getanzt, gelacht. Hier ist es konservativer. Ich merke das auch in der Stimmung der Menschen, in Dingen, die man nicht darf. In Fulda habe ich immer das Gef\u00fchl, es sei viel verboten. Meine Familie und ich verreisen oft. Immer wenn wir woanders waren und zur\u00fcck nach Fulda kommen, fallen uns diese Unterschiede auf. Dass die katholische Kirche hier einen gro\u00dfen Einfluss hat, merkt man daran wie die Menschen denken.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche Erfahrungen Collette D\u00f6ppner mit Rassismus gemacht hat<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Hast du auch negative Erfahrungen gemacht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, leider. Das Thema f\u00fcr mich als Dunkelh\u00e4utige ist immer Rassismus. Ich finde das interessant, denn in Kenia hatte ich nie solche Erfahrungen und habe mich auch nie als anders empfunden. Ich geh\u00f6rte einfach dazu. Ganz am Anfang war es ein komisches Gef\u00fchl, als Menschen manchmal stehengeblieben sind, um mich anzustarren. Sp\u00e4ter wurde es verbaler. Dass Menschen Dinge gerufen haben, wie \u201eWie sieht die denn aus?\u201c. Einmal war ich mit meiner Tochter in der Innenstadt in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone. Da kam ein Mann hinter uns auf dem Fahrrad und schrie uns an: \u201eGehen Sie weg!\u201c Ich schaute zur\u00fcck und sagte ihm, er m\u00fcsse aufpassen, weil das hier eine Fu\u00dfg\u00e4ngerzone ist. Dann guckte er mich an und schrie laut \u201eSchei\u00df Neger\u201c. Das war f\u00fcr mich ein Riesenschock. Er war so aggressiv und hat seinen Rassismus nicht versteckt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was ist dann passiert?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Meine Tochter fing an zu weinen. Ich war total au\u00dfer mir, wusste gar nicht, was ich tun sollte. Der Mann fuhr dann weg, und ich wusste nicht, ob ich hinter her laufen und was sagen sollte. Das war meine erste sehr direkte Erfahrung damit. Immer wieder passierten solche Dinge. Ich denke, dass ich meine Angst mittlerweile verloren habe und mich deshalb verbal besser verteidigen k\u00f6nnte, wenn jemand einen diskriminierenden Kommentar fallen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hast du das Gef\u00fchl, dass die Gesellschaft seit damals toleranter geworden ist?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vor zehn Jahren haben sich die Menschen ein wenig versteckt, wenn sie rassistische Bemerkungen gemacht haben. Und jetzt sagen sie es ganz offen. Aber auf der anderen Seite erlebe ich Menschen, die das Thema angehen und dar\u00fcber diskutieren wollen. Das und dass Bewegungen wie Black Lives Matter so einen Einfluss auf unsere Kultur und unser Denken haben, zeigt in die Richtung von mehr Toleranz und Offenheit f\u00fcr das Thema, und das freut mich und gibt Hoffnung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>War es angesichts solcher Erfahrungen anfangs schwer f\u00fcr dich, dich hier zu Hause zu f\u00fchlen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja. Ich kam als Erwachsene mit 25. Meine Sozialisierung war in Kenia bereits abgeschlossen. Aber durch das Studium konnte ich viele Unterschiede verstehen und sehen, was ich brauchte, um hier besser leben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reist du heute noch oft in dein Heimatland?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Oft nicht. Ich war diesen Februar\/M\u00e4rz das erste Mal seit Corona wieder da. Wir haben in der Vergangenheit immer versucht, alle zwei Jahre hinzufliegen. Als die Kinder kleiner waren, bin ich jedes Jahr hin. Ich w\u00fcrde heute noch gern jedes Jahr hin. Denn ich bestehe aus beiden Kulturen. Wenn eine Seite zu viel ist, f\u00fchle ich mich aus der Balance.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was w\u00fcrdest du Menschen raten, die heute nach Deutschland kommen, um sich wohlzuf\u00fchlen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Schl\u00fcssel ist immer die Sprache. Auch wenn man die deutsche Sprache als schwierig zu lernen empfindet, es lohnt sich. Durch diese Sprachkenntnisse kann man selbstst\u00e4ndiger werden, in Kontakt treten mit anderen. Die Welt steht einem offen. Durch den Kontakt und den Ideenaustausch w\u00e4chst man in diese neue Kultur hinein. Dann f\u00e4llt es einem nicht mehr so schwer. Aber das funktioniert nur, wenn man seine Komfortzone verl\u00e4sst, egal, wie schwierig es am Anfang ist. Deshalb finde ich die AWO so toll, weil wir die M\u00f6glichkeiten anbieten, dass Leute aus anderen L\u00e4ndern und Kulturen hier etwas machen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Interview: Toni Spangenberg<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIch habe ein halbes Jahr lang nur Deutsch gelernt\u201c Im Januar 2002 formulierte Collette Wanjugu D\u00f6ppner ein ehrgeiziges Ziel: In nur einem halben Jahr wollte sie die deutsche Sprache so&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":115788,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_editorskit_title_hidden":false,"_editorskit_reading_time":8,"_editorskit_is_block_options_detached":false,"_editorskit_block_options_position":"{}","footnotes":""},"categories":[151],"tags":[],"class_list":["post-115395","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-awo-vorstand-im-interview","category-151","description-off"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"fr","enabled_languages":["de","en","fr","ru","ar","tr","fa"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"fr":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"ru":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"ar":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"tr":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"fa":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/awo-fulda.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115395","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/awo-fulda.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/awo-fulda.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/awo-fulda.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/awo-fulda.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=115395"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/awo-fulda.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115395\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":115802,"href":"https:\/\/awo-fulda.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115395\/revisions\/115802"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/awo-fulda.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/115788"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/awo-fulda.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=115395"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/awo-fulda.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=115395"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/awo-fulda.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=115395"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}