{"id":141198,"date":"2025-10-07T14:36:26","date_gmt":"2025-10-07T12:36:26","guid":{"rendered":"https:\/\/awo-fulda.de\/?p=141198"},"modified":"2025-10-07T14:36:30","modified_gmt":"2025-10-07T12:36:30","slug":"geschichte-wiederholt-sich-ftf-theaterstueck-am-gallasiniring","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/awo-fulda.de\/fa\/2025\/10\/07\/geschichte-wiederholt-sich-ftf-theaterstueck-am-gallasiniring\/","title":{"rendered":"\u201eGeschichte wiederholt sich\u2026\u201c: FTF-Theaterst\u00fcck am Gallasiniring"},"content":{"rendered":"\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 33.3333%;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG_20250923_143905-1-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"300\" \/><\/td>\n<td style=\"width: 33.3333%;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG_20250923_150802-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"300\" \/><\/td>\n<td style=\"width: 33.3333%;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG_20250923_145547-1-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"300\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n\n\n\n\n\n<p><strong>\u201e\u2026kann man nicht mit einfachen Worten beschreiben\u2026\u201c<\/strong><br \/><strong>Theaterst\u00fcck \u201e\u00dcber das Meer\u201c ber\u00fchrt und verbindet<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen der Interkulturellen Woche lud die AWO, <a href=\"https:\/\/awo-fulda.de\/beratung-begleitung\/stadtteilmuetter\/\">das Projekt <em>Stadtteilm\u00fctter<\/em><\/a>, am 23. September 2025 ins neue Stadtteilzentrum Ostend am Gallasiniring ein. Gezeigt wurde das Theaterst\u00fcck <strong>\u201e\u00dcber das Meer\u201c<\/strong>, das eindr\u00fccklich die Geschichten Gefl\u00fcchteter erz\u00e4hlt \u2013 nicht in Zahlen allein, sondern in Stimmen, Kl\u00e4ngen und Bildern.<\/p>\n<p><strong>Ein vielf\u00e4ltiges Publikum<\/strong><\/p>\n<p>Im Saal versammelten sich <strong>junge Menschen, Familien, Senioren<\/strong> \u2013 Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Unter den G\u00e4sten waren sowohl Betroffene mit eigener Fluchterfahrung als auch Angeh\u00f6rige, Fachleute und Engagierte, die beruflich oder ehrenamtlich immer wieder mit Gefl\u00fcchteten in Kontakt stehen.<br \/>Besonders mehrere M\u00fctter konnten teilnehmen, weil parallel eine <strong>Kinderbetreuung<\/strong> organisiert war: F\u00fcr \u00e4ltere Kinder durch den Jugendclub Ostend, f\u00fcr Kinder bis sechs Jahre durch das AWO-Projekt <em>FriDa<\/em>.<\/p>\n<p><strong>Theater mit einfachen Mitteln \u2013 und gro\u00dfer Wirkung<\/strong><\/p>\n<p>Das St\u00fcck basiert auf <strong>Interviews mit Gefl\u00fcchteten<\/strong>, die aktuell in verschiedenen Bundesl\u00e4ndern leben. Statistiken und Zahlen wurden nicht n\u00fcchtern vorgetragen, sondern verst\u00e4rkt durch <strong>Musik, Kl\u00e4nge, Ger\u00e4usche und Zitate aus den Interviews<\/strong>, sodass sie greifbar wurden. Mit einfachen Mitteln \u2013 <strong>Papierfiguren, Papierschnitzel und wenigen Instrumenten<\/strong> \u2013 gelang es der K\u00fcnstlerin Jessica Stukenberg, den Blick auf das Wesentliche zu lenken: <strong>das Schicksal der Menschen<\/strong>.<\/p>\n<p>Ein Gast brachte es auf den Punkt: \u201eWas die Gefl\u00fcchteten an Kr\u00e4ften und Willen haben, kann man nicht einfach mit Worten beschreiben.\u201c<\/p>\n<p><strong>Stimmen aus dem Publikum<\/strong><\/p>\n<p>Viele Besucher:innen betonten, dass das St\u00fcck deutlich machte, was hinter Schlagzeilen und Nachrichten fehlt: die <strong>pers\u00f6nliche Dimension<\/strong>: \u201eIn den Medien h\u00f6ren wir fast nur politische oder milit\u00e4rische Sichtweisen. Aber was die Menschen wirklich erleben, erfahren wir kaum. Dieses St\u00fcck hat das ver\u00e4ndert.\u201c<\/p>\n<p>Im anschlie\u00dfenden Austausch erz\u00e4hlte ein junger Mann, der als <strong>14-J\u00e4hriger fliehen musste<\/strong>, von seiner Erfahrung: Tagelang unterwegs, mit einer riesigen Gruppe von rund 100.000 Menschen, im Winter barfu\u00df durch Matsch und Fl\u00fcsse, ohne Koffer, oft ohne Wasser. F\u00fcr seine vierk\u00f6pfige Familie zahlten sie insgesamt <strong>40.000 Euro<\/strong>, um von Syrien nach Griechenland zu gelangen. Erst dort erhielten sie Unterst\u00fctzung vom Roten Kreuz.<\/p>\n<p>Im St\u00fcck selbst wurde ein anderer Fakt deutlich: Schon allein der <strong>Preis f\u00fcr die \u00dcberfahrt auf einem Schlauchboot<\/strong> betrug <strong>2.500 Euro pro Person<\/strong> \u2013 bei v\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllten, unsicheren Booten.<\/p>\n<p><strong>\u201eDiese Geschichte wiederholt sich\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Ein Satz blieb besonders h\u00e4ngen: \u201eDie Geschichte wiederholt sich.\u201c<\/p>\n<p>Immer wieder zwingen Kriege und Konflikte Menschen, ihre H\u00e4user und Familien zu verlassen \u2013 nicht aus freiem Willen, sondern aus Zwang. Die Geschichten zeigen <strong>Mut, Kraft und Ausdauer<\/strong>. Wer nie Hunger leiden oder Haus und Besitz zur\u00fccklassen musste, kann die Dimension kaum erfassen. Das Theaterst\u00fcck brachte die G\u00e4ste einen Schritt n\u00e4her an die <strong>innere Welt Gefl\u00fcchteter<\/strong> \u2013 und an die Werte, die uns verbinden.<\/p>\n<p><strong>Integration braucht Begegnung<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt <em>Stadtteilm\u00fctter<\/em> hat dieses St\u00fcck bewusst eingeladen, weil viele Frauen im Projekt, in der AWO und Menschen unter den Ehrenamtlichen, &#8211; selbst Fluchterfahrung haben oder enge Angeh\u00f6rige noch immer in Kriegsgebieten leben. Es ging darum, <strong>einander kennenzulernen und sich zu begegnen<\/strong> \u2013 unabh\u00e4ngig von Herkunft oder Biografie.<\/p>\n<p><strong>Reflexion: Geschichten wirken weiter<\/strong><\/p>\n<p>In einer anschlie\u00dfenden Reflexionsrunde mit den Stadtteilm\u00fcttern am n\u00e4chsten Tag wurde deutlich: Fluchtgeschichten enden nicht mit der Ankunft. Sie begleiten die Menschen ein Leben lang. Eine Teilnehmerin schilderte, dass auch nach <strong>zehn Jahren in Deutschland<\/strong> jedes laute Ger\u00e4usch \u2013 ein platzender Reifen oder Ballon \u2013 sofort Erinnerungen an Bomben weckt.<\/p>\n<p>Diese Geschichten bleiben \u2013 und sie zeigen, wie wichtig es ist, <strong>R\u00e4ume des Vertrauens und Zuh\u00f6rens<\/strong> zu schaffen. Nur dort k\u00f6nnen Betroffene ihre Erfahrungen teilen.<\/p>\n<p>Am Ende stand der Bezug zu den <strong>Grundwerten der AWO<\/strong>: Gleichheit, Gerechtigkeit, Toleranz, Solidarit\u00e4t und Freiheit. Werte, f\u00fcr die alle Menschen k\u00e4mpfen \u2013 ob sie auf der Flucht sind oder seit Geburt in ihrem Land leben.<br \/>Das Theaterst\u00fcck hat deutlich gemacht:<br \/>Wir sind einander <strong>\u00e4hnlicher, als wir oft denken<\/strong>. Und was heute Menschen erleben, geschah h\u00f6chstwahrscheinlich auch schon mit unseren Verwandten vor Jahren. Jetzt gilt es, <strong>Schritte zu gehen<\/strong> \u2013 einander kennenzulernen, Br\u00fccken zu bauen und gemeinsam Integration zu gestalten. <strong>Wichtig sind nicht die Zahlen, sondern die Menschen selbst.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dank und Ausblick<\/strong><\/p>\n<p>Die AWO dankt allen Besucher:innen f\u00fcr ihre Spenden sowie den Kooperationspartnern f\u00fcr die Kinderbetreuung, dem Freien Theater Fulda f\u00fcr hervorragende Arbeit und an die F\u00f6rderer und Unterst\u00fctzer f\u00fcr Erm\u00f6glichen des Angebots.<br \/>Wer von den Frauen mit Migrationshintergrund an dem <a href=\"https:\/\/awo-fulda.de\/beratung-begleitung\/stadtteilmuetter\/\">Projekt \u201eStadtteilm\u00fctter\u201c<\/a> und Multiplikatorinnen-Schulungen teilnehmen m\u00f6chte, gerne meldet euch bei Iryna B\u00f6hm <a href=\"mailto:iryna.boehm@awo-fulda.de\">iryna.boehm@awo-fulda.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201e\u2026kann man nicht mit einfachen Worten beschreiben\u2026\u201cTheaterst\u00fcck \u201e\u00dcber das Meer\u201c ber\u00fchrt und verbindet Im Rahmen der Interkulturellen Woche lud die AWO, das Projekt Stadtteilm\u00fctter, am 23. 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