{"id":112077,"date":"2022-07-20T10:31:38","date_gmt":"2022-07-20T08:31:38","guid":{"rendered":"https:\/\/awo-fulda.de\/?p=112077"},"modified":"2022-12-28T15:53:54","modified_gmt":"2022-12-28T14:53:54","slug":"nina-izkov-ueber-ihren-weg-zur-erzieherin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/awo-fulda.de\/ar\/2022\/07\/20\/nina-izkov-ueber-ihren-weg-zur-erzieherin\/","title":{"rendered":"Nina Izkov \u00fcber ihren Weg zur Erzieherin"},"content":{"rendered":"\r\n<h4><a class=\"dt-pswp-item\" href=\"https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Nina-scaled.jpg\" data-dt-img-description=\"\" data-large_image_width=\"2560\" data-large_image_height=\"1709\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-112079\" src=\"https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Nina-480x320.jpg\" alt=\"\" width=\"1386\" height=\"924\" srcset=\"https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Nina-480x320.jpg 480w, https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Nina-640x427.jpg 640w, https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Nina-768x513.jpg 768w, https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Nina-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/awo-fulda.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Nina-2048x1367.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1386px) 100vw, 1386px\" \/><\/a><\/h4>\r\n<h4><span style=\"color: #636363;\"><strong>&#8220;<\/strong>Migranten haben oft Angst, nicht verstanden zu werden.\u201c<\/span><\/h4>\r\n<p><strong>Sibirien und Deutschland trennen Tausende Kilometer. Dennoch machte sich Nina Izkov gemeinsam mit ihrer Familie vor 20 Jahren auf den Weg nach Fulda und entschied sich, ihre russische Heimat zu verlassen. Seitdem lebt sie auf dem Aschenberg. Warum sie diesen Schritt wagte, welche H\u00fcrden sie auf dem Weg zur Integration \u00fcberwinden musste, und wie die AWO sie unterst\u00fctzt hat, berichtet die heutige Erzieherin der Kita \u201eWirbelwind\u201c im Interview. <\/strong><\/p>\r\n<p>Frage:<strong><br \/>Du bist Erzieherin in der AWO-Kita \u201eWirbelwind\u201c in Fulda. Was macht dir Spa\u00df an der Arbeit mit den Kindern, was motiviert dich daran?<\/strong><\/p>\r\n<p>Nina Izkov:<br \/>Dass die Kinder immer offen und ehrlich, dass sie st\u00e4ndig am Lachen sind. Mir macht es Spa\u00df, sie zu begleiten und zu unterst\u00fctzen. Dass sie zu uns kommen und sich in der Kita wohlf\u00fchlen, ist mir wichtig.<\/p>\r\n<p><strong>Die Kita \u201eWirbelwind\u201c gibt es erst seit 2018. Warst du davor bereits bei der AWO besch\u00e4ftigt?<\/strong><\/p>\r\n<p>Ja, ich bin mittlerweile seit rund 18 Jahren bei der AWO. Damals war meine Tochter erst drei Jahre alt. Ich habe mit ihr verschiedene Veranstaltungen und Kurse besucht und mich auch ehrenamtlich engagiert. Als meine Kinder \u00e4lter wurden, konnte ich meinen eigenen Weg gehen und eine Ausbildung machen.<\/p>\r\n<p><strong>Welche Aufgaben hast du bei der AWO damals ehrenamtlich \u00fcbernommen?<\/strong><\/p>\r\n<p>Ich habe nachmittags das Familiencaf\u00e9 geleitet und beim Mittagstisch mitgeholfen. Ich war beim Mini-Club als Mutter im Elternbeirat. Dort habe ich die Kasse gef\u00fchrt. Es war eine sch\u00f6ne Zeit. Mit Menschen zu arbeiten und zu beobachten, wie unterschiedlich alle sind, hat mir Spa\u00df gemacht. Denn ich bin jemand, der friedlich ist und gerne allen hilft, egal woher sie kommen. F\u00fcr mich gibt es keine Nationalit\u00e4ten. Es gibt in jedem Land gute und weniger gute Menschen. Ich bin schon seit 20 Jahren in Deutschland, und es war nicht immer leicht. Doch ich hatte Gl\u00fcck, dass mich auf meinem Weg, auch bei der AWO, immer gute Menschen begleitet haben. So konnte ich mich weiterentwickeln.<\/p>\r\n<p><strong>Bist du direkt vor 20 Jahren mit der AWO in Kontakt gekommen?<\/strong><\/p>\r\n<p>Nein, damals war ich zun\u00e4chst ein Jahr im Mutterschutz und habe anschlie\u00dfend einen Sprachkurs gemacht. Erst danach, also vor 18 Jahren, habe ich die AWO kennengelernt. Mein erster Kontakt war mit Adriana Oliveira, der heutigen Quartiersmanagerin in Ziehers-S\u00fcd. Sie war zu der Zeit selbst neu bei der AWO und machte gerade ihr Anerkennungsjahr auf dem Aschenberg. Damals hat sie ein Sommerferienprojekt organisiert, an dem ich mit meiner Tochter teilgenommen habe. Seitdem hat sie uns zu vielen Veranstaltungen eingeladen. So bin ich bei der AWO reingerutscht und fand es toll. Denn das B\u00fcrgerzentrum auf dem Aschenberg ist ein Schatz. Hier werden alle Generationen gef\u00f6rdert und Menschen k\u00f6nnen soziale Kontakte kn\u00fcpfen.<\/p>\r\n<h4><span style=\"color: #636363;\">Wie Nina Deutsch lernte<\/span><\/h4>\r\n<p><strong>Wie schwierig war es f\u00fcr dich, nach dem Mutterschutz Deutsch zu lernen?<\/strong><\/p>\r\n<p>Das war nicht leicht. Ich habe schon viel erlebt und kann deshalb verstehen, wenn unsere Eltern Schamgef\u00fchl haben, jemanden etwas zu fragen. Wenn du ihnen \u201eGuten Tag\u201c sagst, erwidern sie das schnell, schauen dich aber nicht an. Denn sie haben Angst, nicht oder falsch verstanden zu werden. Ich habe auch diese Erfahrungen gemacht und kann daher nachvollziehen, wie es den Kindern in unserer Kita geht, die noch nicht so gut sprechen k\u00f6nnen. Ich wei\u00df aus dieser Erfahrung heraus, was sie brauchen und wie ich sie unterst\u00fctzen kann. Und auch, wie sich die Eltern f\u00fchlen.<\/p>\r\n<p><strong>War es damals schwer, einen Platz f\u00fcr einen Sprachkurs zu bekommen?<\/strong><\/p>\r\n<p>Die Aussiedler, die nach Deutschland gekommen sind, bekamen gleich einen Sprachkurs. Der dauerte sechs Monate. Durch die Arbeit und meine sozialen Kontakte habe ich die Sprache stetig verbessert und gefestigt.<\/p>\r\n<p><strong>Du stammst aus Russland. Was waren deine Gr\u00fcnde, vor 20 Jahren nach Deutschland auszuwandern?<\/strong><\/p>\r\n<p>Meine Oma ist Sp\u00e4taussiedlerin. Meine Familie und ich sind zusammen in Omas Heimat gekommen. Ich habe also in Deutschland meine Wurzeln.<\/p>\r\n<p><strong>In Russland hattest du dir bereits ein Leben aufgebaut. Wie schwer fiel es dir, dort alle Zelte abzubrechen und dir hier eine neue Existenz aufzubauen?<\/strong><\/p>\r\n<p>Ich bin mit 24 nach Deutschland gekommen, war schon verheiratet und habe als Krankenschwester in der Gyn\u00e4kologie gearbeitet. Es war eine spontane Entscheidung, nach Deutschland zu kommen. Die Oma wollte immer nach Deutschland, der Opa aber nicht. Als er starb, hat sie die Ausreise beantragt und auch genehmigt bekommen. Damit haben wir \u00fcberhaupt nicht gerechnet. Wir haben uns letztlich dazu entschlossen, Oma zu begleiten. Weil wir in Deutschland Verwandte hatten und auch meine Oma, meine Mutter und meine Geschwister auswanderten, war es f\u00fcr mich keine schwere Entscheidung. Nat\u00fcrlich wollte ich da mit. Seitdem wohnen wir alle auf dem Aschenberg.<\/p>\r\n<p><strong>Erinnerst du dich noch an deine Ankunft in Deutschland?<\/strong><\/p>\r\n<p>Wir fuhren mit dem Bus und haben uns gefreut. Wie sch\u00f6n es hier aussah, und hier war es noch so warm und die Sonne schien. Das war im Oktober. Wir kamen mit dicken Jacken, denn bei uns in Sibirien gab es zu der Zeit schon Frost. Zur D\u00e4mmerung kamen wir dann in Friedland an. Die Leute wurden von ihren Verwandten abgeholt. Aber als ich aus dem Bus stieg, war niemand da. Das war ein mulmiges Gef\u00fchl. Du wei\u00dft nicht, was auf dich zukommt. Unsere Verwandten kamen dann am n\u00e4chsten Tag. Sie haben uns begleitet und f\u00fcr uns eine Wohnung am Aschenberg gefunden.<\/p>\r\n<h4><span style=\"color: #636363;\">Warum Nina ihren Beruf wechseln musste<\/span><\/h4>\r\n<p><strong>Wie hat sich dein Leben in Sibirien von dem hierzulande unterschieden?<\/strong><\/p>\r\n<p>Wir haben l\u00e4ndlich gelebt, hatten einen Obst- und Gem\u00fcsegarten, ein Kartoffelfeld, K\u00fche und Schafe. Mein Gott, so viel Arbeit. Und pl\u00f6tzlich lebten wir in einer Stadt. Dazu kommt, dass unsere D\u00f6rfer in Russland schon ein bisschen anders aussehen als in Deutschland. Die Architektur ist anders, alles hier war viel sch\u00f6ner. Bis jetzt denke ich mir, wie sch\u00f6n die Geb\u00e4ude hierzulande aussehen und wie freundlich die Leute sind. F\u00fcr mich war es anfangs ein Schock als wir spazieren gingen und Fremde pl\u00f6tzlich \u201eGuten Tag\u201c oder \u201eGuten Morgen\u201c sagten. Am Aschenberg ist das so.<\/p>\r\n<p><strong>In Russland hast du im Krankenhaus gearbeitet, in Deutschland bist du Erzieherin. Warum hast du dich hier f\u00fcr einen anderen Beruf entschieden?<\/strong><\/p>\r\n<p>Anfangs wollte ich den Beruf gar nicht wechseln. Ich bin einmal zur Krankenschwesternschule gegangen und habe dort eine Art Aufnahmetest geschrieben, sprach aber kaum Deutsch. Ich habe trotzdem gut abgeschnitten und sie wollten mich aufnehmen. Damals war ich \u00fcbergl\u00fccklich. Aber: W\u00e4hrend meines Sprachkurses habe ich meine Lehrerin gefragt, ob ich mein Schulzeugnis anerkennen lassen soll. Sie meinte, wenn du es mal brauchst, machst du es. Jetzt kam dieser Zeitpunkt. Doch die Anerkennung hat mehr als sechs Monate gedauert, ich h\u00e4tte sie aber sofort gebraucht.<\/p>\r\n<p><strong>Wie ging es dann weiter?<\/strong><\/p>\r\n<p>Ich wollte nicht einfach zu Hause bleiben und mein Brot gratis essen. Deshalb habe ich immer wieder in ganz unterschiedlichen Bereichen gearbeitet, viel ehrenamtlich, auch Ein-Euro-Jobs. So konnte ich mich hier sozialisieren, Kontakte kn\u00fcpfen, Strukturen kennenlernen und die Sprache verbessern. Ich habe so viel gearbeitet, dass das mit der Ausbildung untergegangen ist. Damals war ich auf Sozialhilfe angewiesen und konnte nicht einfach sagen, ich fange jetzt eine Ausbildung an. Das konntest du nicht w\u00e4hlen.<\/p>\r\n<p><strong>In welchen Bereichen hast du gejobbt?<\/strong><\/p>\r\n<p>Ich war im Hotel, im Cinestar, mal beim Klinikum, mal habe ich in der Schule geputzt. Ich wurde \u00fcberall hingeschickt. Was ich bei der AWO gemacht habe, wurde zum Teil auch vom Amt unterst\u00fctzt. Die Ein-Euro-Jobs waren h\u00e4ufig nur f\u00fcr drei Monate, einen Tag vor dem Ende dieser Frist, bekam ich dann einen Brief f\u00fcr eine neue Stelle. Ich war auch im Second-Hand-Laden der Diakonie, bei KiK, habe ein Praktikum bei Karstadt gemacht. Dort habe ich in dieser Zeit als Ma\u00dfnahme vom Kreisjobcenter ein Kassentraining absolviert. Viele Praktikanten bei Karstadt durften nicht an die Kasse, sondern nur die Regale auff\u00fcllen. Zu mir hatten die Kolleginnen und Kollegen von Anfang an Vertrauen. Ich habe flei\u00dfig gearbeitet und bekam \u00fcberall gute Zeugnisse. Das und das gro\u00dfe Vertrauen in mich hat mich gest\u00e4rkt. Nach meinem Praktikum dort haben sie mich immer eingeladen, als Aushilfe in der Weihnachtszeit zu arbeiten. Die Zeit war sch\u00f6n, aber meine Kinder waren noch jung und ich konnte deshalb nicht in Vollzeit arbeiten.<\/p>\r\n<p><strong>Wie kam es, dass du dich schlie\u00dflich f\u00fcr eine Ausbildung zur Erzieherin entschieden hast?<\/strong><\/p>\r\n<p>Ich wollte immer eine Ausbildung machen, war mir aber nicht sicher, welchen Weg ich in meinem Alter gehen konnte. Ich hatte zwei Kinder, war alleinerziehende Mutter. Ich war oft bei der Beratung des Jugendmigrationsdienstes bei uns im Haus. Sie meinten, in meinem Alter sei die Erzieherausbildung fast die einzige M\u00f6glichkeit. Ich dachte mir, warum nicht. Das k\u00f6nnte mir auch gefallen. Dann bin ich zum Amt gegangen mit all meinen Unterlagen. So bin ich zu meiner Ausbildung gekommen.<\/p>\r\n<p><strong>Und dann ging es direkt los?<\/strong><\/p>\r\n<p>Ich habe als erstes ein Vorpraktikum gemacht, also sechs Monate Vollzeit gearbeitet. Das war zun\u00e4chst eine Umstellung, weil mein Sohn noch in der Vorklasse war. Es war keine so leichte Zeit. Auch sprachlich, wenn ich an die vielen Fachbegriffe in der Schule denke. Das Praktikum in der Kita Dreik\u00e4sehoch war super, auch dort habe ich gute Menschen getroffen, die mich motiviert haben. Es ist sehr wichtig, Menschen zu treffen, die dich ermutigen.<\/p>\r\n<h4><span style=\"color: #636363;\">Wie Nina zur Kita \u201eWirbelwind\u201c kam<\/span><\/h4>\r\n<p><strong>2018 hast du schlie\u00dflich dein Anerkennungsjahr in der Kita \u201eWirbelwind\u201c der AWO gemacht.<\/strong><\/p>\r\n<p>Ja, meine heutige Kollegin Irina sagte mir, die AWO macht eine Kita auf. Daraufhin habe ich Adriana angerufen und nachgefragt. Sie meinte: \u201eDu bist schon l\u00e4ngst dabei.\u201c \u201eWie, ich bin schon l\u00e4ngst dabei?\u201c \u201eJa, Nina, mach\u2019 dir keine Sorgen und komm\u2019 zum Vorstellungsgespr\u00e4ch.\u201c Und ich habe schon hin und her \u00fcberlegt, wo ich mich denn bewerben sollte. So bin ich hier gelandet. F\u00fcr mich ist es wichtig, die Kinder hier zu unterst\u00fctzen, weil mein Weg \u00e4hnlich war.<\/p>\r\n<p><strong>Was gibt dir Kraft f\u00fcr die Arbeit in der Kita, wie sieht dein Ausgleich aus?<\/strong><\/p>\r\n<p>Mein Garten. Da arbeite ich noch bis um 21 Uhr. Manchmal fahre ich direkt in den Garten und komme gar nicht erst nach Hause. Dort komme ich wirklich zur Ruhe. Das ist mein Hobby. Einen Ausgleich bekomme ich aber auch durch meine Familie. Kaum komme ich nach Hause, fragen meine Kinder schon, wie mein Tag war und wie es mir geht. Das ist sehr wertsch\u00e4tzend. Sie sagen mir, ich habe dich lieb, ich bin stolz auf dich Mama.<\/p>\r\n<p><strong>Hast du einen Wunsch an die Politik, um die Arbeit in der Kita f\u00fcr alle angenehmer zu gestalten?<\/strong><\/p>\r\n<p>Nat\u00fcrlich br\u00e4uchten wir mehr Personal. Es geht um Qualit\u00e4t, es geht um die Kinder. Wir sind zwar momentan gut besetzt, aber wenn jemand krank wird, ein anderer im Urlaub ist und du Kinder zur Eingew\u00f6hnung hast, wird es trotzdem eng. Um den Kindern besser gerecht zu werden, ihnen mehr geben zu k\u00f6nnen und individuell auf ihre jeweiligen Bed\u00fcrfnisse eingehen zu k\u00f6nnen, braucht es mehr Fachkr\u00e4fte. So h\u00e4tten wir auch mehr Zeit, Angebote und Projekte vorzubereiten. Was bleibt den Kindern an ihre Kita-Zeit in Erinnerung, wenn sie aufgrund des Personalmangels Dinge machen m\u00fcssen, die sie nicht wollen, zum Beispiel mittags schlafen oder sich eine Geschichte anzuh\u00f6ren, auf die sie keine Lust haben? Und das nur, weil es die Betreuungssituation erschwert, allen W\u00fcnschen der Kinder gerecht zu werden. Es ist sch\u00f6ner, wenn sie das machen k\u00f6nnen, worauf sie Lust haben und ihnen so die positiven Dinge in Erinnerung bleiben. Daf\u00fcr w\u00fcnsche ich mir, dass der Personalschl\u00fcssel ge\u00e4ndert wird.<\/p>\r\n<p><strong>Wie w\u00fcrdest du dein bisheriges Leben in Deutschland r\u00fcckblickend bewerten?<\/strong><\/p>\r\n<p>Ich habe so viel erlebt. Andere sind nach Hause gekommen und haben sich hingelegt. Ich habe in dieser Zeit viele Termine erledigt, zum Beispiel meine Tochter zur Musikschule gefahren. Ich bin immer Mensch und mir selbst treu geblieben. Ich habe andere in ihrer Unterschiedlichkeit immer akzeptiert und Wert gesch\u00e4tzt. Immer wieder haben mich gute Menschen auf meinem Weg begleitet.<\/p>\r\n<p><strong>Welchen Tipp w\u00fcrdest du anderen Migranten aus deiner Erfahrung geben, die vielleicht in diesem Moment nach Deutschland einreisen?<\/strong><\/p>\r\n<p>Ich w\u00fcnsche ihnen, dass sie von den Menschen hierzulande verstanden werden, von diesen Menschen unterst\u00fctzt werden. Sie sollten sich nicht in ihrer Wohnung verstecken und vor der Au\u00dfenwelt verschlie\u00dfen, sondern die Angst und die Scham, die Sprache noch nicht richtig zu beherrschen, durchbrechen. Sie sollten sich trauen, die Sprache lernen, immer weiter gehen und nicht stehen bleiben.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Migranten haben oft Angst, nicht verstanden zu werden.\u201c Sibirien und Deutschland trennen Tausende Kilometer. 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